Trinkwassergipfel in Wien zu langfristiger, sicherer Versorgung

Veröffentlichungsdatum29.07.2026Lesedauer2 MinutenKategorienNeuigkeiten Land Salzburg
Im Bild: Landesrat Maximilian Aigner (re.), Umweltminister Norbert Totschnig (Mitte) und Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler (Tirol). Wien, 28.7.2026

Umweltminister Norbert Totschnig, Landesrat Maximilian Aigner und Tirols Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler, Vertreterinnen und Vertreter der Bundesländer sowie Expertinnen und Experten des Umweltministeriums trafen heute in Wien zum Trinkwassergipfel 2026 zusammen. Hauptthema waren die nächsten gemeinsamen Schritte für eine langfristige und sichere Trinkwasserversorgung.

Die anhaltende Trockenheit, regional niedrige Grundwasserstände und längere Hitzeperioden stellen die Wasserwirtschaft vor große Herausforderungen. Das erste Halbjahr 2026 war das zweittrockenste seit Beginn der Messungen. In Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg war es sogar so trocken wie nie zuvor. Die Kombination dieser Punkte hat in den letzten Monaten deutlich gemacht, wie wichtig die Vorsorge beim Thema Trinkwasser ist. Ein gemeinsames Maßnahmenpaket von Bund und Ländern soll die Versorgung langfristig absichern.

Aigner: „Salzburg ist regional gut aufgestellt.“

Für Landesrat Maximilian Aigner ist Trinkwasserversorgung „Daseinsvorsorge und eine Gemeinschaftsaufgabe. Salzburg ist mit seinen 649 eigenständigen Wasserversorgern stark und regional gut aufgestellt. Damit das auch in Zeiten von Trockenheit und Klimawandel so bleibt, setzen wir auf Vorsorge, Bewusstseinsbildung und verlässliche Daten. Moderne Prognoseinstrumente wie das Trockenheitstool und die regelmäßigen Langzeitprognosen helfen unseren Wasserversorgern, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu handeln“, so Aigner.

Totschnig: „Schaffen Voraussetzungen für verlässliche Wasserversorgung.“

Umweltminister Norbert Totschnig betonte beim Gipfel: „Österreich verfügt über eine flächendeckende, sichere und qualitativ hochwertige Trinkwasserversorgung. Damit das auch in Zukunft so bleibt, arbeiten Bund, Länder, Gemeinden und Wasserversorger eng zusammen. Mit dem Trinkwassersicherungsplan haben wir dafür einen gemeinsamen strategischen Rahmen geschaffen. Wir investieren konsequent in eine moderne Wasserinfrastruktur, verbessern unsere Datengrundlagen, stärken die Wasserresilienz und fördern einen sorgsamen Umgang mit Wasser. So schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass sich die Menschen in Österreich auch künftig auf sauberes Trinkwasser verlassen können“, so Norbert Totschnig.

Österreichweites Entnahmeregister

Um die Trinkwasserversorgung langfristig abzusichern, setzt der Bund gemeinsam mit den Bundesländern auf ein umfassendes Maßnahmenpaket. Die wissenschaftliche Grundlage dafür liefert die laufende Studie „Wasser im Klimawandel“, die die Auswirkungen des Klimawandels auf den österreichischen Wasserhaushalt untersucht. Die Erkenntnisse fließen in den Trinkwassersicherungsplan, den Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan und die Nationale Wasserstrategie ein. Mit dem österreichweiten Wasserentnahmeregister werden künftig wasserwirtschaftlich relevante Wasserentnahmen digital erfasst. Dadurch können regionale Entwicklungen frühzeitig erkannt und Wasserressourcen noch gezielter bewirtschaftet werden.

250 Millionen Euro für Infrastruktur

Mit 250 Millionen Euro bis 2028 setzt das Umweltministerium einen klaren Schwerpunkt auf die Siedlungswasserwirtschaft und Investitionen in eine klimafitte Trinkwasserinfrastruktur. Laut Regierungsprogramm soll diese Finanzierung auch im Rahmen der nächsten Finanzausgleichsverhandlungen über 2028 hinaus abgesichert werden.

Bewusstseinsbildung

Sowohl der Bund als auch das Land Salzburg setzen beim Wasser auf Bewusstseinsbildung. Über die Plattformen des Bundes gen blue, Wasseraktiv und die aktuelle Wasserspar-Kampagne wird zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser aufgerufen. In Salzburg werden schon die Kleinsten für einen sorgsamen Umgang mit dem Lebenselixier Wasser sensibilisiert – etwa mit der Aktion TrinkWasser!Schule. „Damit schaffen wir schon früh Bewusstsein dafür, welchen Wert sauberes Trinkwasser hat und warum jeder Einzelne einen Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit Wasser leisten kann. Denn Wasser zu schützen heißt, Verantwortung für die kommenden Generationen zu übernehmen“, sagt Landesrat Maximilian Aigner.

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Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260728_30 (mw/msc)