
Land Salzburg / Franz Neumayr
Die vom Land Salzburg gesetzten Maßnahmen für leistbares Wohnen, wie das Wohnbauförderungsgesetz 2025 und die Novelle des Bautechnikgesetzes, entfalten bereits ihre Wirkung. Trotz eines kontinuierlich steigenden Baupreisindex sind die durchschnittlichen Baukosten im Salzburger Mietwohnbau 2026 erstmals seit 2015 gesunken.
Eine Trendumkehr zeigt eine aktuelle Auswertung der Abteilung Planen, Bauen, Wohnen des Landes Salzburg. Die Auswertungen zeigen eine Reduktion der durchschnittlichen Baukosten von rund 200 Euro pro Quadratmeter im klassischen Mietwohnbau sowie im Bereich des betreuten Wohnens im Bundesland Salzburg. „Niedrigere Baukosten bedeuten geringere Mietkosten im geförderten Wohnbau und niedrigere Kaufpreise beim Mietkauf. Eine Reduktion der Baukosten macht sich für die Menschen unmittelbar bemerkbar“, betont Wohnbaulandesrat Martin Zauner.
Zauner: „Reformen wirken.“
Der Baupreisindex der Statistik Austria für den Wohnhaus- und Siedlungsbau steigt seit Jahren kontinuierlich. Nun entwickeln sich die durchschnittlichen Baukosten im Salzburger Mietwohnbau erstmals seit 2015 gegen diesen Trend. „Die durchschnittlichen Baukosten im geförderten Wohnbau haben sich seit 2015 nahezu verdoppelt. Unser Ziel war daher nicht, steigende Baukosten einfach mit immer höheren Förderungen auszugleichen, sondern den Bürokratiedschungel zu lichten und kostentreibende Vorgaben kritisch zu hinterfragen. Mit der neuen Wohnbauförderung und dem Maßnahmenpaket „Leistbares Wohnen“ ist es gelungen, diese Entwicklung erstmals umzukehren,“ so Wohnbaulandesrat Martin Zauner.
Baukosten um fünf Prozent reduziert
Sowohl im klassischen Mietwohnbau als auch beim betreuten Wohnen liegen die durchschnittlichen Baukosten unter dem Niveau des Vorjahres. Die Auswertungen des Landes zeigen eine Reduktion der durchschnittlichen Baukosten von rund 200 Euro pro Quadratmeter. Lagen diese im Jahr 2025 noch bei 4.363,77 Euro pro Quadratmeter, sind es derzeit nur noch 4.160,96 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einer Reduktion um rund fünf Prozent. „Die Entwicklung zeigt, dass wir an den richtigen Stellschrauben gedreht haben. Das ist ein wichtiger Schritt für mehr leistbares Wohnen in Salzburg", betont Martin Zauner.
Effizienz und Qualität
Die Entwicklung zeigt, dass hohe Wohnqualität nicht automatisch höhere Baukosten bedeutet. Sie ist vielmehr das Ergebnis der sehr guten Zusammenarbeit zwischen dem Wohnbauressort, den Experten des Landes sowie den Förderwerbern. Jeder Steuer- und Beitragseuro soll möglichst effizient verwendet werden, damit mit den verfügbaren Mitteln mehr leistbarer Wohnraum geschaffen wird. „Die Bestimmungen und Fördersätze in der Wohnbauförderung schaffen einen klaren Rahmen und bieten gleichzeitig ausreichend Flexibilität, um auf unterschiedliche Projekte und regionale Anforderungen einzugehen“, so Zauner.
Vereinfachungen bei der Bautechnik
Zahlreiche Vereinfachungen für die Anwender brachte und bringt die Bautechniknovelle. Vereinfachte Verfahren, größere Flexibilität bei Grundrissen sowie Erleichterungen bei Stellplatz- und Tiefgaragenregelungen tragen dazu bei, Planungs- und Errichtungskosten zu reduzieren, ohne Abstriche bei Sicherheit oder Wohnqualität zu machen. „Leistbares Wohnen entsteht nicht durch einen einzelnen Hebel, sondern durch ein Zusammenspiel vieler Maßnahmen. Genau diesen Weg verfolgen wir. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass unsere Reformen zu greifen beginnen", so der Wohnbaulandesrat.
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Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260729_30 (mw/msc)